15.06.2019 Notfunktag in Wattenscheid.

Ich folgte der Einladung nach Wattenscheid zum Notfunktag. Zuerst wurde das Thema Notfunkleuchttürme, nach dem Vorbild in Berlin wurde auch behandelt und angesprochen. Ulli Weber (DL4WAT) hat es sehr anschaulich vermitteln können. Danach hat Carsten (DC8CH) ein Vortrag über die Nutzung des „AREDN“ Netzes gehalten. Ein W-Lan-Netz auf Amateurfunkfrequenzen zur Nutzung wie ein richtiges W-Lan Netz mit VoIP (Richtig konfiguriertes Telefon), Fax, E-mail und Richtfunk mittels Parabolantennen. Letzteres ist für die Hilfsorganisationen von Bedeutung, wenn man mit seinem TETRA nicht mehr aus dem Tunnel oder dem Bergwerk heraus kommen sollte. Sicherlich könnte man das Problem mit dem „AWITEL“ lösen, aber der Vorteil von „AREDN“ ist, dass man selbst eine W-LAN-kamera mit nehmen könnte. Die Bandbreite im 5 Ghz Netz gibt das locker her. Die Stromversorgung der Repetierter liegt unter 1 Watt, was eine Einspeisung mit Akkus ermöglicht. Leider benötigt man die „A“ Lizenz für das optimale betreibendes Netzwerkes. Daher wäre der Gedanke naheliegend, dass man im Fall einer Katastrophe den Amateurfunkern in Hilfsorganisationen für diesen Zeitraum eine befristete A-Lizens zuteilt, oder ihnen in diesem Fall eine Ausnahmegenehmigung erteilt.Wir haben das Netz getestet, zwar nur auf engem Raum, aber es geht prima.

Für den nächsten Beitrag kann dann der Notfunkkoffer sein können beweisen. Wichtig ist es, dass die Akkus alle gleich geladen werden können. Ich habe von Notfunkkoffern gelesen, die mit Akkus aus Handwerksmaschinen (Bohrer, Flex etc.) betrieben werden sollten, weil man so viele davon hat. Das geht meines Erachtens gar nicht. Weder die Kompatibilität zu anderen, noch das Laden bringt Vorteile für den Notfunk.

In einem weiteren Teil würde das Konzept „NIP“ (Notfall-Informationspunkt) vorgestellt. Man hat im Kreis Recklinghausen eine Karte mit den Punkten öffentlich gemacht und Arbeitet seid 2017 an diesem Projekt. Ich finde das Konzept echt Klasse. Die Infopunkte werden durch BOS-Funker und Funkamateure besetzt. Ziel dieser Notfall-Infopunkte ist es, die Bürger*innen im Fall eines Stromausfalls an Hilfe gelangen zu lassen, egal welcher Art. Sei es Betreuung oder die Verbindung zur Leitstelle um dort hilfe zu holen. Letzteres ist etwas schwirig, da Funkamateure meistens nicht die Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet haben und somit keinen BOS-Funk hören oder benutzen dürfen. Andererseits dürfen Funkamateure auch nicht verschlüsseln. Um es mit den Worten von TV-Kaiser zu sagen.“Ein Teufelskreis“. *Ironie on* Zum Glück gibt`s ja noch Krad-Melder und Meldegänger, die eine Depesche in die Leitstelle tragen können. *Ironie off* . Die Problematik wird aber auch noch gelöst, da bin ich mir sicher.

Nach der ganzen Theorie und dem Austoben der Funkamateure mit der neuen Technik, haben Fernmelde-Helfer unter Anleitung mit Ausbildungsrufzeichen erfolgreich Betrieb gemacht und waren hell auf begeistert. Ich hoffe sie demnächst mit persönlichem Call in Wattenscheid wieder zu treffen.

Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dass man, wenn es die Situation zu lässt von der Wetterlage her, auch „Streifen“ durch die Gegend ziehen lässt die mit CB-Funk (hier stellvertretend für den Nichtlizenzierten Funk) um das Hilfenetz zu stabilisieren oder bei der Besetzung der „NIP`s“ zu helfen. Man sollte da mal drüber nach denken.

Akkus könnten bei HiOrgs geladen werden, die Notstrom besitzen. Plötzlich macht es irgendwie keinen Sinn mehr, mit einer Anlage die 100Watt und mehr hat QRV zu sein, wenn man auf den Stromverbrauch achten muss.

Ein besonderes Dankeschön an :

DM1SW (Sebastian Schulbeck stellvertretend für den Notfunk-Team Wuppertal /und Mitglied in der JUH)

Ulli Weber (DL4WAT als „Mit-Dozent“)

Und der freiwilligen Feuerwehr Wattenscheid-Eppendorf als Gastgeber.

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